Freitag, 23. Februar 2018

H.M.S. Victory - Teil 15 - Takelung - laufendes Gut und Segel

H.M.S. Victory - Teil 15 - Takelung - laufendes Gut und Segel

Der Beitrag beinhaltet Bau-Tipps!

Nach dem stehenden Gut kommt der nächste Teil der Takelung, das laufende Gut. Die Taue des laufenden Gutes dienen dem Bewegen der Rahen und Segel sowie dem Einholen und Setzen der Segel.
Ich verweise wieder auf die einschlägigen Fachbücher worin das laufende Gut sehr genau beschrieben wird. Die Fachbücher helfen zusätzlich zum Bauplan enorm beim richtigen und funktionalen Spannen der Taue. Die mitgelieferten Pläne von Constructo werden mit Hilfe der von mir empfohlenen Fachbücher verständlicher, damit die Takelung auch für einen Anfänger überschaubarer und machbar wird. Die vielen Taue des stehenden Gutes werten das Modellschiff immens auf. Auch hier ist es wichtig sauber zu arbeiten und die Taue nicht wahllos und funktionslos zu spannen, sondern akribisch den vorhandenen Plänen folgen.

Ich habe den 15. Teil des laufenden Gutes mit Segel kombiniert, da man vor dem Setzen der Rahen die Segel bereits an der Rah angenäht haben sollte. Man tut sich viel leichter, als wenn die Rahen schon am Mast fixiert sind.

Der Takelplan ist wieder unser Führer durchs Taugewirr:
Der Ausgangspunkt zum montieren des laufenden Gutes, der Rahen und der Segel ist die Fertigstellung der gesamten Takelung des im Teil 14 gezeigten stehenden Gutes. Die beiden Rahen am Bugspriet (Blinderah und Oberblinderah) sind hier schon gesetzt. Die Victory steht wie im folgenden Bild da: 
Ich muss in diesem Teil an den Rahen noch einiges nachholen, was ich beim Bestücken der Rahen noch nicht erledigt habe. Hier wird einfach laut Constructo-Rahenplan vorgegangen und die diversen Blöcke gesetzt.
 Hier sieht man den fertig bestückten Blinderah vor der Montage der am Bugspriet sitzt.
 Das fertig vernähte Segel des Blinderahs. Im Constructobaukasten war das fertig vernähte Segelset bereits enthalten, was einem die aufwendige Arbeit des Segel Nähens erspart. Die Segel sind sehr schön genäht.
 Der Nähvorgang des Segels an die Rah. Ja man braucht auch Nadel und Faden, will man ein Schiff mit gesetzten Segeln zeigen. :-)
 Fertig vernähte Segel an den Rahen.
Bau-Tipp: Bevor man die Rahen an die Maste setzt, sollte man wissen bzw. sich entscheiden ob man das Schiff mit gesetzten Segeln, an der Rah geborgene Segel oder ohne Segel zeigen möchte. Denn jetzt ist die Zeit gekommen die Segel an der Rah zu vernähen. Es ist auch möglich die Rahen vorher zu setzen, das Vernähen an der Rah wird im Handling aber um einiges schwieriger.
Mir viel die Entscheidung leicht, da das Segel-Set im Baukasten enthalten war.
 Weiteres Bestücken der Rah
 Befestigen eines Blocks an der Rah
Von rechts nach links: die Rahen von Besanmast, Großmast und Fockmast
 Die Rahen vom Fockmast
 Die erste Rah wird gesetzt. Hier die Fockrah

 Die Ausbildung des Falls mit richtiger Befestigung der Rah am Mast macht man nach Plan und sieht sich die Details im Fachbuch genau an.
Bau-Tipp: Ja, es wird bereits jetzt recht schwierig die Taue richtig zu verlegen, da man an diverse Stellen schwer herankommt. Erleichtert wird das Führen der Taue mit einer kompakten Pinzette und/oder Nadel. Das Klebeband fixiert die Taue bevor sie richtig gespannt werden.
 Hier zu sehen das Krepp-Band als "Tauhalter"
 Die erste Rah mit Segel hängt an ihrem Platz.
 Die richtige Höhe der Rah ergibt sich aus dem Bauplan heraus und der Höhe der Segel.
 Im nächsten Bild wird die Groß-Rah mit Groß-Segel gesetzt:
 Die ersten Segel hängen an ihrem Platz

 Man arbeitet sich von Mast zu Mast und von unten nach oben. Hier wird die Großbramrah mit Großbramsegel gesetzt:
 Auch das Setzen der Rahen und Segel braucht seine Zeit. 
 Am Besanmast wird der Besangaffelbaum montiert. Auch hier geht man nach Plan vor.
 Das Setzen des Besangaffels über dem Besangaffelbaum
 Spannen des laufenden Gutes für den Besangaffel.
 Sind beide Gaffelbäume fixiert kann das Gaffelsegel gesetzt werden.
 Und hier kommt es schon, das Gaffelsegel. Eine Herausforderung war das Vernähen am Besanmast, da man schwer an den Wanten und dem stehenden Gut vorbeikommt. Da heißt es vorsichtig mit einer Nadel arbeiten, damit man kein anderes Tau beschädigt, abreißt oder mit vernäht. Ist mir natürlich passiert -  was heißt, alles nochmal von Vorne :-)
 Das fertig gesetzte Gaffel-Segel.
Bau-Tipp: Am oberen Besangaffelbaum kann das Segel nach dem setzen vernäht werden. Hier kommt man seitlich sehr gut heran. Wobei man trotzdem vorsichtig arbeiten muss, damit man die Befestigung des Besangaffelbaumes nicht beschädigt. Das Krepp-Band fixiert das Segel beim Nähen.
 Hier sieht man die Beschlagung des Gaffelsegels am Besanmast.
 Blick auf das bespannte Gaffelsegel. Den Tauverlauf findet man im Bauplan bzw. Takelageplan.
Weiters zu sehen die bereits gespannten Toppnanten. Sie halten die Rahen in waagrechter Position.
 Ich habe die Blindesegel am Bugspriet zuletzt gesetzt. Man kann beim Segel-Setzen auch vom Bug zum Heck arbeiten.
Bau-Tipp: Am Bugspriet kann man die Blinderahen auch ohne vernähte Segel setzen da man auch hier gut herankommt. Trotzdem ist es einfacher wenn man die Rah frei beweglich in der Hand hat. Das Krepp-Band hält das Segel in Position.
 Blick auf die hängenden Segel-Tücher
 Das vorderste Segel ist die Oberblinde. Es wird wie gehabt mit der Rah vernäht.

 Das kleine Vorstengestagsegel. Die Stagsegel werden ebenso nach Takelplan gesetzt.
 Vorstengestagsegel laut Plan gesetzt:
 Mit diesem Baustand geht es in den nächsten Teil: Teil 16 - Die Segel

Hier endet der 15. Teil.

Der 16. Teil - Die Segel und Flaggen schließt direkt an diesem Baustand an. Teil 15 und 16 gehen ineinander über und verschwimmen durch das Setzen der Rahen mit vernähten Segel, laufendes Gut und setzen der restlichen Segel und Flaggen.

Weiter geht es mit Teil 16 - Die Segel und Flaggen

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