Dienstag, 15. Januar 2019

Unboxing the 1:18 AUTOart DeLorean DMC-12

Unboxing the 1:18 AUTOart DeLorean DMC-12


Heute gibt es wieder einmal ein Unboxing eines meiner Lieblingsautos aus den 80zigern dem DeLorean DMC-12.
Kult und legendär wurde dieser Wagen durch die Film-Trilogie "Zurück in die Zukunft". In der Filmreihe verkörpert der DMC-12 Doc Browns kultige Zeitmaschine, welche im 2.Teil sogar fliegen konnte. Auch seine reale Entstehungsgeschichte um John Z DeLorean brachten diesem Wagen einen kultigen Status. Heute noch ist der Wagen begehrt und hat eine steigende Fan-Gemeinschaft. So taucht er in wachsenden Oldtimer Sammlungen auf. Die Ersatzteilversorgung des DMC-12 ist hervorragend. Man bekommt noch fast alles als "Original-Teil", da nach Werksschließung noch viele damals vorgefertigte Teile vorhanden sind. Auch viele funktionstüchtige Werkzeuge, um Originalteile herstellen zu können, existieren noch in Texas.


Nun folgen einige Bilder vom Unboxing meines Modells von AUTOart. Es handelt sich um die neue Auflage 2019 der Millennium Serie aus Composite mit der AUTOart Nummer: 79916 in satin finish.
Das Vorgängermodell in satin finish aus der Signature Serie mit der Nummer 79911 besteht aus DieCast und wird nicht mehr hergestellt. Dementsprechend hoch sind mittlerweile die Preise des raren DieCast Modells.

Die Box der Millennium Serie

 Das Modell befindet sich in einer Styroporbox mit 4 Schrauben gesichert. Das Zubehör beschränkt sich auf 2 Hinweispapiere und einen kleinen Kunststoff-Keil. Der Keil hilft beim Öffnen der Klappen. 
Und da ist das gute Stück im Licht. Zuerst das "satin finish" begutachten. Der echte DeLorean besteht aus gebürstetem Edelstahl. Diese wurde im DieCast Modell auch umgesetzt. Aber wie hat AUTOart die gebürstete Oberfläche aus Composite Material gelöst?
 Wenn man das Modell aus 20cm Entfernung ansieht wirkt die Oberfläche tatsächlich wie gebürstet. Auch der Glanz wirkt authentisch. Erst wenn man ganz nach an die Karosserieoberfläche geht, sieht man das Geheimnis des gebürsteten Erfolges. Die Karosserie wurde seidenmatt Silber metallic lackiert. Die gebürstete Optik wurde durch einen extrem feinen Druck auf den seidenmatten Silberlack erreicht. Geht man mit einer Lupe ran, erkennt man auch die Auflösung (Pixelung) des Druckes. Der Druck ist ganz leicht erhaben, man spürt ihn wenn man das Modell berührt. Ich muß sagen, eine geniale Idee und Umsetzung! Leider können die Bilder den Effekt nicht richtig zeigen, da es so fein gemacht ist. Entlarvt wird das Composite Material wenn man über die Oberfläche streicht. Sie wirkt wärmer als DieCast und das Geräusch beim darübergleiten klingt wie es bei Kunststoff klingt.
Optisch geht die Oberfläche wie gebürstetes Metall durch.
 Full Opening Modell, alle Klappen lasse sich öffnen.
 Einfach super die Flügeltüren... :-)
Die feinen Felgen sind sehr sauber ausgeführt.

Die zweite, untere Motorraum-Klappe ist magnetisch fixiert und besitzt feinmaschige Metallgitter, die den ersten Blick auf den V6 PRV Europa-Motor freigeben.
Der 2,8L PRV Europa Motor hatte nur 132 PS für den 1350 kg schweren Sportwagen. Dementsprechend mau waren die Fahrleistungen.
Die Gullwing Türen sind ein Markenzeichen des DMC-12
Blick auf die Türmechanik
Die Türverkleidung im Innenraum. Im A-Säulenbereich wirkt die Kante optisch wie gefeiltes DieCast.
AUTOart bringt im Chassis einige interessante Details des von Lotus entwickelten Y-Chassis-Rahmens unter.
Die Hinterachse des Y-Chassis. Gut zu erkennen wie weit hinter der Achse der Motor liegt.
DMC-12 Chassis
Die Vorderachse sowie die Hinterachse haben echte Metallfedern. Die Aufhängung ist aber nicht beweglich.
Blick in den kuscheligen Eighties Innenraum.
Das Modell zeigt ein Gepäcknetz hinter den Sitzen. Auch die Gurte fehlen nicht.
Das Interieur ist gut gelungen. Die Teppiche beflockt. Auffallend sind jedoch die Gußkanten um das Kombiinstrument. Diese hätte man vor dem Lackieren noch wegschleifen können.

Die markante Front des DMC-12. Die Scheinwerfer haben eine gute Optik mit Tiefe.
Die Spaltmaße fallen wohl gleichmäßiger aus als beim Original ;-)
Die Flügeltüren sind einfach cool.
Die saubere und zeitlose Karosserieform von Giorgetto Giugaro. Zurückgegriffen wurde auf ein Design, welches für den Porsche 928 gedacht war.


Fazit:
Als Fan des DeLorean liebe ich ebenso dieses Modell von AUTOart. Die Proportionen sind sehr gut gelungen. Die Optik der gebürsteten Edelstahl Oberfläche ist zwar nicht echt aber der Druck trotzdem gelungen und imitiert gebüstetes Edelstahl erstaunlich gut. Ob man es als Manko sehen möchte das es kein DieCast Modell, sondern ein Composite Modell ist muß jeder Sammler für sich entscheiden. Hinter der Vitrine, ohne das man die Karosserie berührt, ist kaum ein Unterschied zu sehen. Natürlich ist das Composite Modell etwas leichter als das DieCast Modell. Da die Preise des DieCast Modells derzeit sehr hoch sind und wohl weiter steigen werden, ist die Neuauflage meiner Meinung nach eine gute Alternative.

Donnerstag, 27. Dezember 2018

1:12 Testors Lamborghini Countach LP500S - Teil 6: Finish

1:12 Testors Lamborghini Countach LP500S - Teil 6: Finish

Hier präsentiere ich euch den 6. und letzten Teil der Testors 1/12 Lamborghini Countach Bau-Odyssey - Das Finish.
Nach 130 Stunden Bauzeit, inklusive Zerlegen und Restaurieren einiger Teile, steht der Countach nun geschützt in der Vitrine und ergänzt die stetig wachsende Countach Sammlung.
Die folgenden Bilder zeigen das fertige Modell: 

Durch das fixe Verkleben der Türen an die Karosserie ist das Modell, von den Spaltmaßen zwar nicht perfekt, aber ansehnlich. Durch das Macrolon-Glas der Seitenscheiben ist die Sicht ins Interieur trotzdem sehr gut gegeben.
Das Anbringen der Decals aus den 80zigern war eine Herausforderung und wurde leider nicht perfekt.
Die Heckansicht zeigt den riesigen Flügel dieser Countach Variante. Die Befestigung des Flügels muß soweit hinten wie möglich erfolgen, da ansonsten die Motorhaube beim Öffnen mit dem Flügel kollidiert und sie sich dadurch nicht öffnen lässt! Die Halter des Flügels schliessen bei meinem Modell bündig mit dem Heck ab. So lässt sich die Motorhaube gerade noch öffnen. Das Lamborghini Logo ist ein Photoetch-Teil aus dem Fundus.
Die Seitenansicht zeigt weitere Decals an den Schwellern. Sie mußten aufwendig händisch mit einem feinen Pinsel nachgebessert werden um eine glatte Oberfläche mit Klarlack zu erzielen.
Der Scheibenwischer im Detail.



Der Chassisboden ist sehr detailreich, vorallem im Heckbereich mit der funktionierenden Aufhängung. Auch die Vordere Aufhängung federt.
Das Gitterrohr Chassis wird sehr schön dargestellt.
Die Vorderachse ist lenkbar und federt. Am vorderen Spoiler sieht man die schwarz-matt lackierten Alu-Gitter.

Das Reserverad ist hier normalerweise nicht vorgesehen, sondern ein Batteriepack für die Beleuchtung. Da ich die Beleuchtung nicht eingebaut habe kam statt den Batterien ein vorbildgetreues Notrad an deren Platz.
Blick auf den Motor. Das Öffnen und Schließen der Klappen muß vorsichtig erfolgen um keine Lackschäden zu generieren. Feilt oder schleift man alle Klappen rundum etwas ab, ergibt sich mehr Platz für den Lack. 


Die Scheinwerfer sind klappbar.
Es folgen einige Bilder im direkten Vergleich zum Kyosho LP400 im Maßstab 1/12.



Fazit:
Der Bau bzw. die Restauration des Testors 1/12 Countach war eine Herausforderung. Zudem scheint es mein "verhextes" Modell zu sein. Habt ihr auch die Erfahrung gemacht? Ihr baut ein Modell und es geht daneben was nur daneben gehen kann. Es ist wie verhext. Es passieren Fehler und Dinge die einem noch nie passiert sind? Es passieren Dinge mit denen man nicht gerechnet hat? Anfängerfehler schleichen sich ein? Und so weiter. Tja dies ist wohl meines. :-)
Aber auch bei diesem Modell habe ich wieder (wie bei jedem Modell) etwas dazugelernt. Modellbauen ist ein stetiger Lernprozeß und macht dieses Hobby so interessant. Wie immer meine Devise, nicht aufgeben auch wenn es noch so "fuchst". :-)
Trotz allen "Umständen" ist doch noch ein ansehnliches und sehr rares Modell daraus geworden. Mit dieser Farbgebung, den vielen Scratchbuild-Teilen und zusätzlichen Aufwertungen ist dieser Countach weltweit ein Unikat.