Samstag, 22. Juni 2019

Werkzeug-Tipp: Pascofix-Kleber

Werkzeug-Tipp: Pascofix-Kleber

Da ich des öfteren gefragt werde mit welchem Kleber ich meine Modelle baue möchte ich mit diesem Blog-Bericht auf eure Frage gerne eingehen.
Ich verwende für alle Modelle den Kleber von Pascofix. Und so sieht das Wunderding aus:

Warum nehme ich diesen Kleber. Nun, ich habe bereits viele verschiedenste Klebersorten und Arten von verschiedensten Herstellern verwendet. Der Kleber, den ich euch hier vorstelle ist ein hochleistungs Industrie-Sekundenkleber ohne Aktuator.
Bekannte Sekundenkleber mit Aktuatoren werden bei Klebungen oft weiß, was einem das schöne Modell, das man gerade baut, ziemlich "verhauen" und verschandeln kann. Dazu klebt der Pascofix dauerhaft und superstark. Er härtet glasklar aus und klebt fast alles im Modellbaubereich. Ich klebe Plastikmodelle, Resin-Modelle, Holzmodelle und sogar Metalle und verschiedene Materialien zusammen halten sehr gut.
Ist die Klebestelle ausgehärtet kann man die Oberfläche sehr gut schleifen.
Da der Kleber flüssig ist ist er für sehr stark saugende Materialien wie Stoffe nicht geeignet. Ebenfalls mag er nicht so gerne Silikone, Teflon, Polypropylen und Polyäthylen. Ich möchte gar nicht zu sehr auf die Klebereigenschaften eingehen, diese kann man überall im Internet finden.
Weiters ist der Kleber wasserfest, so wurde er auch bei meinem RC-Boot der Riva Ariston verwendet. (Die Bauberichte findet ihr im Blog).
Von Pascofix gibt es verschiedene Produkte. Ich verwende derzeit für den Modellbau neben obligatem Holzleim und Revell Contacta ausschließlich diesen Kleber. Ich verwende den 50g, da ich relativ viel von diesem Kleber verbrauche. Es gibt auch kleinere Mengen ab 10g wenn man ihn einmal ausprobieren möchte.

Über folgende Links findet ihr den Pasco-Fix Kleber:


*Die Links zu Amazon sind Affiliate-Links. Die Angebote bei Amazon stammen nicht von mir, allerdings erhalte ich durch die Verlinkung eine kleine Provision, wenn ein Kauf zustande kommt. Ganz wichtig: Es entstehen euch keinerlei zusätzliche Kosten!

Freitag, 17. Mai 2019

Drehteller Display

Unboxing: Drehteller Display-Stand

In diesem Blog-Beitrag möchte ich euch den Drehteller Display-Stand vorstellen, den wir auch auf Ausstellungen zur Modellpräsentation verwenden.
Durch die Drehung des verspiegelten Tellers kommt Bewegung in die Modell-Präsentation und zeigt zugleich die Details des Modell-Unterbodens. Es können 2 Geschwindigkeiten, einfach durch Umstecken eines Zahnrades, ausgewählt werden.

Die folgenden Bilder zeigen euch die Details und einige Daten des Drehteller Display-Stands:

 Die Einzelteile sind recht kompakt in der Box verpackt.
 Der Kunststoffständer hat einen Durchmesser von ca. 15cm. Das Drehteller wird im Mittelpunkt auf eine Metallachse gesteckt. Darunter befindet sich das Batteriefach. Man kann eine Mono Batterie (D) als Stromquelle benutzen, so ist man kabellos unterwegs und die Mono-Batterie hält sehr lange. Man hat auch die Möglichkeit, ein Netzgerät das 1,5V Spannung liefert anzuschliessen.  Das Teller wird auf  4 Kunststoffrollen mit Metallachsen gelagert. Durch Umstecken des weissen, großen Zahnrades auf die obere Metallachse, kann die Geschwindigkeit verändert werden. 
 Das Drehteller ist oben verspiegelt und het einen Durchmesser von ca. 31cm. Modellautos bis Maßstab 1/18 passen somit ohne Probleme drauf. Wir haben auch schon mehrere Modellautos kleinerem Maßstabs drauf platziert. Auch das funktioniert. Die Höhe vom Boden bis zur Oberfläche Drehteller liegt bei ca. 5,5cm.
 Jedem Displaystand liegt ein ausreichendes Anleitungsblatt bei worauf alle Funktionen beschrieben sind.
 Die Qualität der Spiegeloberfläche seht ihr oben und im nächsten Bild. Der DeLorean ist zum Größenvergleich im Maßstab 1/18. Es bleibt also noch genügend Platz für größere Modelle.
 Nahaufnahme zur Spiegelung.

Fazit:
Das Drehteller ist ein Hingucker auf jedem Ausstellungsstand und in der heimischen Vitrine gleichermaßen. Es bringt Bewegung in jede Sammlung.
Nachteil:
Der Displaystand ist um diesen Preis kein Hochpräzisionsgerät. Man darf sich auch keinen komplett lautlosen Betrieb wie bei einem Plattenspieler erwarten, dazu Bedarf es eines aufwendigeren und kostenintensiveren Antriebs. Das Laufgeräusch der Zahnräder ist in ruhigen Räumen hörbar, hält sich aber sehr in Grenzen. Der Motor selbst läuft (fast) unhörbar. Das Teller dreht sich gleichmäßig ohne auffällig zu ruckeln. Auf Ausstellungen und Messen, oder wird im Raum gesprochen, nimmt man das Laufgeräusch nicht mehr wahr.
Tipp:
Wir haben die Rollen und Zahnräder leicht gefettet, somit wird der Lauf etwas ruhiger.
Trotz des hörbaren Laufgeräusches ist der Drehteller um diesen Preis zu empfehlen. Und es präsentiert, auch ohne sich mal zu drehen, sehr schön ihr Modell. 

Den Drehteller Display Stand findet ihr in unserem Shop: << Hier >> 

Dienstag, 14. Mai 2019

1/18 Bburago Ferrari 250 Testarossa customized - Teil 6 Finish

1/18 Bburago Ferrari 250 Testarossa customized - Teil 6 Finish

Wir sind im 6. und letzten Teil des Ferrari 250 Testarossa customized Blog-Bauberichts angelangt. Und jetzt seht ihr endlich das fertige Fahrzeug.
Wie ihr bestimmt gelesen habt war die größte Challenge die Lackierung des Candy Blue Lacks. Nach einem herben Rückschlag musste die gesamte Karosserie, das Chassisteil , Motohaube und Heckdeckel (also alle DieCast Teile) ein zweites mal entlackt werden und alle einzelnen Lackschichten nochmals aufgebaut werden. Nachdem die zweite, diesmal Candy Electric Blue Basislackierung, drauf war ein weiteres Mißgeschick meinerseits. Die Motorhaube fiel mir mit einer Kante auf den hinteren Kotflügel. Somit Lackabplatzer an dieser Stelle. Somit kamen die Decals ins Spiel. Auch dies erwies sich als keine so gute Idee, denn die alten Decals aus den 80ziger Jahren vertragen sich nicht mit dem Klarlack und wurden durchscheinend.
Trotz oder durch diese Begebenheiten entstand das folgende Modell. Es ist nun so wie es ist und wie es entstanden ist. Eine Odyssee in Candy Blue....


Baubeginn: 23.12.2018
Fertigstellung: 05.05.2019
Bauzeit: ca. 120 Stunden

1/18 Ferrari 250 Testarossa customized - One of a kind:  

 Motorhaube und Heckdeckel werden nur aufgelegt und können somit leicht entfernt werden.

 Die Türen sind nur bewußt nicht mehr zu öffnen da die extrem übergroßen und klobigen Türscharniere komplett entfernt wurden.

 Im Innenraum sieht man nun keine riesigen Türscharniere mehr, die nicht zum Maßstab passten.





 Die tropfenförmige Öffnung auf der Motorhaube erlaubt einen Blick auf dieverchromten Ansaugtrichter.
 Der Rückspiegel entstand aus einer Kugelschreiberspitze.





 Mit dem Glanz des Klarlackes bin ich sehr zufrieden.

Die folgenden Bilder zeigen das Modell mit neuen Decals. Sie wurden über den lackierten Decals plaziert:
















-- The End --

Danke, dass ihr meinen Baubericht verfolgt habt und ich hoffe ihr hattet etwas Spaß dabei!
So hat auch mir dieser Funbuild sehr viel Spaß gemacht. Mir fällt sicher wieder einmal ein abgehobenes customized Modell ein, welches ich umsetzen werde...

Bis zum nächsten Blog-Beitrag...happy modeling... :-)

1/18 Bburago Ferrari 250 Testarossa customized - Teil 5 Chassis Antrieb

1/18 Bburago Ferrari 250 Testarossa customized - Teil 5 Chassis Antrieb

In diesem Teil kümmern wir uns um das Chassis, Fahrwerk, Motor und Antrieb. Einige Bauabschnitte überschneiden sich mit dem 4. Teil, dem Interieur.

Legen wir gleich mit den Bildern los:
Da der 250 Testarossa kleinere und breitere Tiefbettfelgen bekommt, wird das Fahrwerk tiefer gelegt. Das erfordert einiges an Anpassungen und Rundumsicht, damit die Räder optimal positioniert sind. Weiters soll der Wagen nicht aufsitzen sondern wirklich nur mit den Rädern den Boden berühren.
Wir greifen beim Tieferlegen auf die originalen Bburago Teile zurück und modifizieren diese. Oben links das originale Bburago Teil. Die angedeutete Feder-Dämpfereinheit wird komplett entfernt. Die Befestigung an der Karosserie bzw. am Chassis wird angeschrägt damit sich der Winkel dementsprechend verändern kann. Oben rechts sieht man den Messingdraht darum etwas schräg gestellt.
Im oberen Bild seht ihr die geniale Aussteifung des Mitteltunnels durch zur Hilfenahme zweier Schleifwalzen. 
Solange der Kleber des Mitteltunnels aushärtet haben wir die Hinterachse probeverbaut. Sehr gut zu sehen sind die Scratch-Build Feder- und Dämpfereinheiten aus Beilagscheiben, Kugelschreiberfedern und Messingrohre. Auch ein Teil des Bburago Teils wurde wiederverwendet.
Weiter geht es mit der Vorderachse. Die beiden Messingringe als Abstandhalter geben die höhe der Tieferlegung vor. Dort liegt der gesamte Wagen auf.
Auch vorne werden Feder- und Dämpfereinheiten (wie hinten) hergestellt. Der vordere Fahrschemel wurde silber lackiert.
Unter der Hinterachse bzw. darüber kommen einige Rahmenverstrebungen aus Messingdraht.
Die Chassisunterseite wird schwarz semi-matt lackiert.
Die Benzinpumpe darf natürlich nicht fehlen. ;-)
 Durch die Tieferlegung ändert sich der Winkel und die Länge der Kardanwelle zum Heckdifferenzial. Damit das ganze auch optisch etwas her macht wird die Kardanwelle komplett neu aus Messing gebaut. Am Getriebe sind einige Scratchbuild Abdeckungen zu sehen, die einige Bburago Öffnungen abdecken.
Probeverbau der Vorderachse und der Antriebseinheit.
Der Motor bekommt 2 Zündverteiler die auf die herausstehenden Schweißdrahtenden aufgeklebt werden.
Die Zündverteiler bestehen aus Messingrohr, Styrene Abdeckung und Schrumpfschlauch.
Links und rechts montieren wir die Öleinfüllstutzen die sich zusammensetzen aus Messingdraht, Styrenescheiben und Edelstahl Beilagscheiben.
Die Führungsrohre für die Zündkabel entstehen aus Messingrohre.
Die Zündkabel vor dem Einbau.
Die Zündkabel sind drin und an die Zündverteiler angeschlossen. Der Ventilator für die Kühlung wird nur angedeutet da nach unten kein Platz für weitere Ventilatorflügel bleibt.
Wieder ein wichtiger Probeverbau um zu sehen ob alles reinpasst und es nirgendwo hakt. Das Auto muß, auch nach vielen zusätzlichen Details, zusammenbaubar bleiben.
Passt noch alles rein....
Benzinleitung aus Messingdraht und Gasgestänge darunter aus dünnem Kupferdraht.
Vorderachse, Motor und Antrieb sowie Fahrgastzelle mit Hinterachse sind im fertig lackierten Chassis verbaut.
 Die Auspuffrohre bestehen aus Messingdraht. Die Schalldämpfer wurden aus mehreren Schichten Schrumpfschläuchen hergestellt.
Lackiert man das Ganze sorgfältig und überzieht die Schrumpfschläuche mit Carbon Decal-Folie, kommt ein schöner Auspuff mit Messingblenden heraus.
Die Auspuffrohre müssen irgendwie ans Chassis befestigt werden. Dazu nehmen wir Styreneplättchen die später schwarz semi-matt lackiert werden.
Eine weitere Verstrebung des Rahmenchassis im Heckbereich.
Der DeDion Lenker der Hinterachse wird komplett in Scratchbuild aus Schweißdraht und Messing geformt.
Der Aufnahmeblock des DeDion Lenkers wurde aus einer Edel-Holzleiste geschnitten.
Der Block wurde silber lackiert und eine Photo-Etch Schraube simuliert optisch die Befestigung.
Alles ist an seinem Platz. Man sieht auch die Benzinleitung und die Benzinpumpe.
Rahmenverstrebungen unter der Vorderachse. Auch sie wird schwarz semi-matt lackiert.
Die Auspuffrohre sind verklebt.
Das neue Reifenset. Ferrari Logos zieren die Radnabenabdeckungen.
Der Hauptbremszylinder in Scratchbuild und die Bremsleitungen aus dünnem Messingdraht detailieren das Chassis hoch. 
Feines Alu-Streckgitter zieren als "Kühlrippen" die Ölwanne und das Getriebe. Auch eine zusätzliche Messing-Ölleitung ist zu sehen. Die Messingbremsleitungen gehen bei allen 4 Rädern (wie in echten Fahrzeugen) in Gummileitungen über. Die Bremszylinder an den Bremstrommeln (ja der 250 Testarossa hat noch 4 Bremstrommeln, die man in meinem Tuning aber nicht mehr sieht) wurden aus Messingdraht hergestellt und nehmen die flexiblen Bremsleitungen auf.
Auch im Heckbereich sieht man die Bremsanlage.
Blick ins noch offene Chassis. Alu-Streckgitter verschließt die seitlichen Luftöffnungen.
Oben sichtbar die Photo-Etch Zurrgurte des Tanks. 
Der Carbonlook Schalldämpfer mit seinen Sicht-Messing Blenden versprechen Megasound. 
Blick auf den noch offenen Vorderwagen.
Das fertige Chassis.

Chassis und Karosserie vor der Hochzeit.

Wie das fertige Modell aussieht seht ihr im nächsten und letzten 6. Teil: