Freitag, 24. April 2020

1/64 Ford Ranchero Custom Riva

1/64 Hotwheels 1972 Ford Ranchero Custom "Riva"


Nach der Restauration der 1/64er S&S Cadillac Ambulance gings gleich eifrig weiter mit einem Customizing Projekt. Ein Hotwheels Ford Ranchero bekommt einen neuen Look. Folgende Änderungen werden gemacht:
Lackierung, Innenraumdetails, Windschutzscheibe und Heckscheibe transparent, neue Räder, Carbonteile, Pickup-Laderaumabdeckung im "Riva" Design aus Echtholz.
Wie das kleine Schmuckstück entstanden ist, seht ihr in der folgenden Bilderstrecke:
 Oben seht ihr die Basis der Hotwheels Ford Ranchero 1972
 Als erstes werden die Nieten aufgebohrt. Am besten nehmt ihr einen Metallbohrer der im Durchmesser etwas kleiner als die Nieten ist. Dann vorsichtig die Nieten aufbohren bis sie abfallen. 
 Dann lässt sich die Chassisplatte leicht entfernen. Der Ranchero besteht aus den oben gezeigten Teilen
So sieht der Nietstumpf aus
 Der Nietstumpf wird mit einer kleinen Feile begradigt und bekommt ein 2mm Feingewinde für die passenden Senkkopf-Schrauben
 Nachdem die Gewinde geschnitten sind, wurden die Radhäuser ausgefeilt bzw. ausgeschliffen. Das passiert mit kleinen Schlüsselfeilen und dem Dremel/Proxxon.
Warum mache ich das? Da die Wandstärken des DieCast Gußes in diesem kleinen Maßstab zu dick sind, wird der Bereich des Radhäuser ausgedünnt. Dadurch können die neuen Räder etwas nach aussen rutschen und stehen nicht zu weit drin. Das sieht im Gesamtbild besser aus!
Die Schrauben werden zum Testen einmal probehalber eingedreht
Die Pickup-Laderaumabdeckung wird aus Echtholz im "Riva-Design" hergestellt
Jetzt geht es dem Original-Lack an den Kragen. Ich verwende zum Entlacken den oben gezeigten Abbeizer. Er funktioniert sehr gut, wie ihr im nächsten Bild seht...
 ...auch der härteste Lack gibt einmal nach
 Die DieCast Karosse komplett entlackt
 Bevor die Grundierung drauf kommt, wurde die Karosserie entgratet und fein geschliffen. Das gibt ein besseres Lackbild im Detail
 Die Lackierung wurde mit Zero-Paints Farben und Airbrush vollzogen. Grundierung -> Basislack BMW Marakesh Braun metallic -> Klarlack
Der Metallic-Effekt kommt im Sonnenlicht sehr gut zum Vorschein. Am oberen Bild erkannt man die klare Windschutzscheibe. Auch die Heckscheibe ist nun klar, damit man einen kleinen Einblick ins Interieur bekommt. Als Scheibenmaterial ließ sich am besten das dünne, klare Kunststoff verarbeiten, dass man bei vielen Blisterverpackungen oder Modellautoschachteln (oder andere Produkte mit Sichtfenster) findet. Die Scheibe entsteht aus einer Papierschablone. Die Maße nimmt man vom Original-Teil.
Wenn man genau hinschaut erkennt man oben auch die Carbon-Decals am unteren Karosserie-Rand.
 Während die Karosserie trocknet,widmen wir uns dem Chassis. Der Ford Grill wird mit Carbon-Decalfolie überzogen. Das funktioniert mit hochwertiger Folie und genügend Decal-Weichmacher sehr gut
Auf eBay habe ich die oben gezeigten Reifen gefunden. Sie sind sehr hochwertig aus Metall und Gummi gemacht. Sogar das Reifenprofil fehlt nicht
Die hinteren Räder sind etwas breiter als die vorderen. Das Reifengummi ist recht weich und zeigt das Profil
 Oben im Bild sieht man die Hinterachse. Das Achsrohr und die Nägel zum Fixieren der Räder auf der Achse liegen dem Räderset bei. Da die Räder nun etwas weiter draussen stehen werden, habe ich die zusätzliche Spurbreite mit kleinen Messing-Zylinder überbrückt
 Die Hinterachse sitzt und wurde haargenau auf die Karosserie angepasst damit die Optik stimmt
 Ich habe mich für die bessere Optik und gegen drehende Räder entschieden. Da die Räder immer leichtes Spiel auf den Achsen haben, und bei meinem Modell die Räder optimal in den Radhäusern stehen sollen, wurden die Räder komplett verklebt. Es handelt sich um ein reines Schau-Modell und muß nicht rollen können.
 Die Vorderachse ist verbaut. Auch hier muß man für die optimale Anpassung die Karosserie zu Hilfe nehmen. Der semi-matte Bereich ist notwendig, damit man den Chrom-Boden im fertigen Modell nicht sieht. Vor dem Fahrersitz ist das Interieur-Teil nämlich offen. 
 Alle 4 Räder sind optimal ausgerichtet
Die Windschutzscheibe bekommt oben und untern einen Carbon-Decal-Keil. Dazu benötigen wir eine Schablone aus Papier
Die beiden Carbon-Keile/Rahmen passen

Das fertige Modell:














1/64 Hotwheels 1972 Ford Ranchero Custom "Riva"


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Happy Modeling, Andreas

Mittwoch, 8. April 2020

1/64 S&S Cadillac Ambulance Restauration

1/64 S&S Cadillac Ambulance Restauration

Im Kundenauftrag wurde folgendes Fahrzeug restauriert:

Lesney "Matchbox" Serie No.54 S&S Cadillac Ambulance

Das Restaurationsobjekt hat "Regular" Wheels - was heisst, daß dieses Modell von 1965 bis 1970 produziert wurde. 1970 kam ein weiteres Modell mit den sogenannten "Superfast" Wheels auf den Markt. Es wurde bis 1971 produziert.
Das Modell in meinen Händen ist leider in einem sehr schlechten Zustand. Der Lack ist beinahe komplett abgeplatzt. Die Plastikteile sind ebenso in schlechtem Zustand. Die roten Teile am Dach sind sehr verkratzt und das hintere Rotlicht annähernd nicht mehr vorhanden. Die blauen Scheiben sind sehr matt und an mehreren Stellen gesprungen. Das Material ist mittlerweile sehr brüchtig geworden. Ich denke das Modell war einen längeren Zeitraum kalten und warmen Klimabedingungen ausgesetzt, was dem Plastik über die Jahre sehr zusetzt.

Das Modell soll nur neu lackiert und die Plastikteile etwas aufgefrischt werden.

Die folgenden Bilder zeigen euch das Modell... 
 Die Bilder zeigen den desolaten Zustand des Modellautos
 sehr viel vom Karosserielack ist verschwunden
 Die DieCast Karosserie ist glücklicherweise nicht verbogen, leider sind die blauen Scheiben an mehreren Stellen gebrochen
Auch die Chassis-Platte hat nicht mehr viel Lack zu bieten. Man sieht oben sehr schön die schmalen "Regular" Räder. Zum Zerlegen des Modells wird die Vernietung aufgebohrt und ein feines Gewinde für die passende Senkkopfschraube geschnitten. So kann das Modell wieder sauber und haltbar zusammengebaut werden
Die Einzelteile soweit aufgereiht bevor die DieCast Karosserie chemisch entlackt wird. Die Chassisplatte, Achsen und Räder blieben zusammengebaut und wurden nur kurz mit Nitro entlackt damit die Plastikräder keinen Schaden nehmen
Die Karosserie habe ich mit Mipa Abbeizfluid entlackt
Nachdem alles enlackt und entfettet wurde, kam eine weisse Grundierung auf die Karosserie. Das Chassis wurde direkt semi-matt schwarz lackiert. Wichtig beim Lackieren solcher kleinen Modelle ist, daß man nur sehr dünne Schichten sprüht. Am besten, feinsten und gleichmäßigsten geht es mit Airbrush. So bleiben die kleinen Details sichtbar. Der Lackaufbau der Karosserie ist: 1.Grundierung, 2.Basislack weiss, 3.Klarlack glänzend. Nach dem der Lack durchgetrocknet ist, kann der Zusammenbau beginnen.
Der Zusammenbau geht schnell da es ja nur wenige Teile gibt. Das rote Plastikteil am Dach bekam mit der Airbrush eine dünne Schicht mit Klarlack und wurde so wieder glänzend.
Schwieriger stellte sich die blaue Scheibenpartie heraus. Die Risse versuchte ich mit Pascofix Kleber zu kleben. Er härtet glasklar aus. Die geklebten Risse hielten soweit auch, jedoch ist das Plastik so brüchig, daß es beim Feinschleifen an anderen Stellen brach. Somit ist Hochglanzpolieren hinfällig. Was also tun? Nach weiterem Kleben der Brüche und vorsichtigem Abschleifen des überschüssigen Klebers habe ich auch das gesamte, blaue Plastikteil mit mehreren dünnen Schichten glänzendem Klarlack überzogen. Leider blieben die Bruchstellen in der Windschutzscheibe trotz allem Bemühen sichtbar
 Die Lackoberfläche der Karosserie ist gut geworden und die die Details blieben sichtbar
 Die Chassisplatte in semi-matt schwarz sieht wie Neu aus, ebenso die Räder
Auch die Vertiefungen der Heckleuchten sind durch die Airbrush mit Lack gefüllt.
Im oberen Bild sieht man die Sprünge in der Windschutzscheibe. Die beste Möglichkeit wäre, daß man sich ein zweites Modell besorgt wo die Plastikteile noch in einem besseren Zustand vorhanden sind, und tauscht diese dann gegebenenfalls einfach aus. Die fehlenden Decals des roten Kreuzes an den Türen kann man sich entweder nachdrucken (wenn man die richtige Größe, zb.mit einem Muster, weiß) oder man bekommt diese immer wieder mal online zu kaufen. Ich habe sie nicht angebracht da sie sowieso leider fehlten und ich kein Muster für die richtige Größe hatte.

Das Gesamtbild des Modells sieht im Großen und Ganzen, trotz oben genannter "Nachteile", sehr gut aus.

Happy Modelling, Andreas

Montag, 23. März 2020

RIVA Ariston - Teil 8 - Technik

RIVA Ariston - Teil 8 - Technik


Willkommen im 8.Teil der Riva Ariston Blog-Berichte.

Hier widmen wir uns der tollen, modernen Technik in einem Boot aus den 1950er Jahren. Ja, alles muß richtig programmiert und eingestellt werden da es ohne Computer auch im professionellen Modellbau nicht mehr geht. Mit Einlesen in die Technik, dauert das schon mal seine Zeit, stellt sich aber als nicht sonderlich schwierig heraus. Hat man alles richtig gemacht fährt das Ding auch tatsächlich. Hoffentlich, da die spannende Jungfernfahrt erst noch kommt. :-) Trotz hochkomplexer Technik bleibt es bei den Basics und steuern Vor, Zurück, Links und rechts. Bei meiner Riva kann man vom Sender aus noch die Kühlwasserpumpe ein-und ausschalten und die Lautstärke des Soundmoduls regeln. LED-Beleuchtung habe ich nicht eingebaut, da man selten bis gar nicht in der Nacht fährt und am Tage man die Beleuchtung kaum sieht. Keep it simple ist hier meine Devise.

In der folgenden Bilderstrecke stelle ich euch die von mir verwendete Technik gerne vor:

Absima CR4T-Ultimate
 Beier Soundmodul USM-RC-2 und Mini-Empfänger der Absima CR4T-Ultimate
MBP (Modellbaupirat) RC-ESC 6S/160Amp Fahr-Regler

MBP (Modellbaupirat) Brushless Motor: extra langsam drehend (580kv, 4,5kW) für Scale fahrende Boote an 6S


MBP (Modellbaupriat) Kühlmantel 36mm x 60mm


Kühlwasserpumpe 6-12V

Blick ins Bootsheck. Auf die Holzplatte wird die Kühlwasserpumpe montiert 
Blick aufs Lenkservo
Kühlwasserpumpe und Motor sind montiert
Die beiden Akkuhalter wurden aus einer Styrene-Platte und Alu-Winkel hergestellt 
Die Akkus werden links und rechts neben dem Lenkservo und der Kühlwasserpumpe platziert
Das serielle Stromkabel bauen wir uns selbst. So können wir die Längen richtig anpassen wie wir sie brauchen. Ich verwende überall EC-5 Stecker.
Die dünnere Abzweigung versorgt das Soundmodul und die Kühlwasserpumpe mit 11,1V.
Das Boot läuft mit 22,2V
Die RC-Platte wird wie die Akkuhalter aus Styrene und Alu-Winkel gebaut
  Die vordere Strebe wird einfach zwischen die Alu-Winkel gesteckt und nicht mit der RC-Platte verklebt. Die RC-Platte ist somit jederzeit aus dem Boot herausnehmbar 
Die Styrene-Strebe für die Fixierung der RC-Platte wird mit dem Rumpf verklebt
Die RC-Platte wird auf die beiden darunterliegenden Streben geklemmt
Die Platte sitzt fest und ist trotzdem bei Bedarf herausnehmbar
Durch die Öffnung werden die Kabel nach vor zum Regler geführt
Die Befestigung des Fahr-Reglers passiert wieder mit einer Styrene-Platte
Zwei Aluwinkel fixieren den Regler mittig im Boot. Alle notwendigen Kabel sind mit dem Regler verbunden inklusive der Kühlwasserschläuche für die Regler Kühlung
Hat man die gesamte Anlage im Boot verbaut geht es ans Programmieren des Soundmoduls mittels Laptop. Die benötigte Software und viele Sound-Dateien sind beim Soundmodul dabei. Hat man sich einmal eingelesen und einige Sounds ausprobiert, geht es recht schnell, daß Modul zu programmieren
Der Fahr-Regler wird ebenso mit der mitgelieferten (Download-Link) Software programmiert und auf die Ariston angepasst
Die soweit funktionierende Anlage ist in Betrieb
Die beiden Lautsprecher vom Beier-Onlineshop haben für den V8 Sound in ihren Holzgehäusen im Rumpf genügend Volumen.

Jetzt warten wir noch auf die letzten Teile. Diese wären die Instrumente und die Schriften. Und natürlich auf die aufregende Jungfernfahrt...